Obwohl ich diese Bilder damals selbst aufgenommen habe, hat mich das Ausmaß der Zerstörung erneut erschüttert. Im ersten Moment war ich wieder fassungslos. Und sofort waren sie wieder da – die Erinnerungen an die Verwüstung, an die leeren Gesichter, den Schock, die Verzweiflung und die Fassungslosigkeit darüber, dass die kleine wilde Schwester des Rheins eine solche zerstörerische Kraft entfalten konnte.
In diesen Stunden dachten wir wohl alle, dass wir verloren sind. Unser Dorf, das Ahrtal, unsere Heimat, unsere Existenz. Dass nichts jemals wieder heil werden würde.
Fünf Jahre später sind noch immer Wunden sichtbar – im Ortsbild ebenso wie in den Seelen vieler Menschen. Manche sind verheilt, andere werden es vielleicht nie.
Doch Aufgeben war keine Option.
Damals konnten wir noch nicht ahnen, dass Bundeswehr, Polizei, THW, Deutsches Rotes Kreuz, die Johanniter und viele weitere Organisationen, vor allem aber Tausende freiwillige Helferinnen und Helfer, uns über Monate hinweg zur Seite stehen würden. Sie haben nicht nur Schlamm und Schutt beseitigt und Häuser ausgeräumt. Sie haben uns auch Hoffnung geschenkt, die Hoffnung, dass selbst nach einer solchen Katastrophe Heilung möglich ist 🙏
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